Gemeindefinanzen in Not oder die selbstverschuldete schlechte Finanzlage der Gemeinden

In einer kirchlichen Gemeinde wurde folgendes “Sparvorhaben” verwirklicht. Ein altes Haus sollte wegen erheblicher Aufwendungen zur Sanierung verkauft werden. Man peilte einen Verkaufserlös von rund € 300.000,– an. Dafür sollte ein neues Haus gebaut werden. Baukosten etwas € 220.000,–. Gedachte Ersparnis: € 80.000,–. Gesagt, getan, gemacht: Das alte Haus wurde für € 220.000,– verkauft und das neute für 340.000,– gebaut.

Anmerkung:
Die meisten Gemeindefinanzen sind deswegen so schlecht, weil das System der Rechnungslegung überhaupt keine Übersicht für die interessierten ermöglicht, weil die Gemeinden auf den ersten Blick nur nach jährlichen Einnahmen und Ausgaben ausweisen. Wenn man genauer hinschauft, dann kann man die Kosten und Ausgaben mithilfe der Verwaltung zwar feststellen, aber was ausgegeben ist, ist weg! Allmählich fangen einige Gemeinden mit der doppelten Buchführung an.

In einer Gemeinde wurde z.B. eine Hangstrasse für € 2,5 Mio. auf die Beine gestellt bzw. erneuert und das bei einem Abschnitt von rund 1,2 Km für etwa 10 Häuser.
Im Grunde können der Gemeinderat und ihr Bürgermeister sich “Schlösser” bauen lassen, ohne das der Bürger davon etwas mitbekommt.

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