Die Schlecker-Pleite: Frauen haben keinen Stellenwert in der Wirtschaft

Der bayrische Wirtschaftsminister Zeil von der FDP stellte folgende Frage als es in Bayern um die Beteiligung an einer Transfergesellschaft zur Weiterbeschäftigung der überwiegend weiblichen Schlecker-Mitarbeiterinnen ging:

Wie soll ich denn den anderen Mitarbeitern von Firmen erklären, warum wir den Schlecker-Mitarbeitern, überwiegend Frauen, über eine Transfer-Gesellschaft helfen, während Mitarbeitern anderer Firmen, die in die Insolvenz gehen, nicht geholfen wird?

Dahinter steckt natürlich der Gedanke gleiches Recht für Alle. Und das hört sich einleuchtend und besonders gut im Sinne der Gerechtigkeit an.

Gerade ein FDP-Minister muss so etwas von sich geben. War doch die FDP dafür verantwortlich, dass die Gastronomie-Wirtschaft, zu Beginn ihrer Regierungsmitarbeit einen vergünstigten Umsatzsteuersatz eingeräumt bekam.

Denken wir an die vielen Subventionen, die für Interessengruppen z.B. in der Landwirtschaft, der Kunst usw. ausgegeben werden und denken wir an die Banken, deren Mitarbeiter mit vollen Bezügen durch staatliche Maßnahmen herrlich weiterarbeiten können, obwohl ihre Institute schon lange pleite waren.

Die “Schlecker-Mäuse” haben aber das Pech, dass sie keinen Fürsprecher haben, weil sie als Masse keine ausreichende Beschwerdemacht haben. Sie fügen sich ihrem Schicksal und gut ist es.

Das Bundesland Baden-Württemberg kennt nur dann eine Arbeitnehmer-Solidarität, wenn es sich um Mitarbeiter der Metall verarbeitenden Industrie handelt.
Die Regierung dieses Landes, von den Schlaumeiern der Grünen geführt und von Berufssolidaristen der SPD unterstützt, war nicht in der Lage, eine Bundessolidarität von den anderen Bundesländern einzufordern.

Sie war noch nicht einmal in der Lage für ihr eigenes Bundesland eine Transfer-gesellschaft zu gründen.

Die “Gleichsten unter den Gleichen” haben sich durchgesetzt, weil ihnen das Schicksal der Frauen gleich ist.

Wenn man eine Gleichbehandlung der Arbeitnehmer im Insolvenzfall eintreten will, dann muss sie für alle gelten lassen und nicht nach Beliebigkeit Frauen benachteiligen, nur weil sie sich am schlechtesten wehren können.

Das Argument des FDP-Ministers ist unredlich, weil überall die Ausnahme die Regel ist und er weiß das. Und die CDU/CSU hat sich dankend diesem Argument gefügt.

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