Was tun, wenn ein Versicherungsunternehmen seine Lebensversicherungsparte verkauft und man selber dort eine Lebensversicherung hat?

Aufgrund der Niedrigzinspolitik der Bundesregierung sind viele Lebensversicherungsunternehmen in Bedrängnis geraten und können auf Dauer nicht mehr ihre Zinsgarantien gegenueber ihren Kunden einhalten.

Für einige Unternehmen bot sich die Lösung des  Verkaufs ihrer  LV-Sparte an, genannt auch Run-Off!

Als Käufer treten jetzt Finandienstleister auf, die diese Versicherungsbestände aufkaufen.

Diese sind sehr kapitalkraeftig  und verfügen über Mrd.-Beträge, um die Ankäufe problemlos zu stemmen!

Aber für jeden Käufer heisst das auch, dass der Ankauf für ihn ein Geschäft  sein muss.

Was das im Einzelfall im Klartext bedeutet, ist noch nicht im einzelnen bekannt!

Sowill sich z.B.der Ergo-Konzern angeblich von seinen schlecht verlaufenden Beständen trennen? Darüber wird in Kürze das BaFin (Bundesamts für Finanzdienstleistungen) entscheiden.

Das es sich die Entscheidung nicht leicht gemacht hat, kann man am Fall einer Versicherung erkennen. Es brauchte zur Prüfung bisher 1 1/2 Jahre.

Dürfen  die Unternehmen überhaupt ihre Bestände verkaufen? Es kommt auf den Einzelfall an! Aber im allgemeinen eher nicht! Und das hat besondere Gründe.

Der erste Grund liegt vielleicht auch schon darin, dass das BaFin nicht das Wissen hat, wie man die Kunden schützt, denn bis heute ist nichts darüber bekannt, welche Massstaebe das BaFin gesetzt hat, damit die Kunden zu 200% geschützt sind.

Wer für den Fall gewappnet sein möchte  und nicht hinterher eine lange Nase machen will, der sollte sich, jetzt schon wirklich darum kümmern.

Während bei Privatpersonen der mögliche Schaden auf uebersehbare, wenn auch schmerzhafte, Vermögensnachteile bezieht sind Betriebe ernsthaft in ihrer Existenz moeglicherweise gefährdet, wenn sie z.B.  die Rueckdeckungsversicherung über eine Lebensversicherung für ihre Mitarbeiter abgeschlossen haben.

Aber eines kann man schon jetzt sagen: Merkel und Schäuble haben mit ihrer Niedrigzinspolitik den privaten und betrieblichen Kunden einen Bärendienst erwiesen!

Und anstatt die Versicherungsnehmer gewinnmäßig an diesen Transaktionen zu beteiligen, muss man damit rechnen, dass die neuen Inhaber nicht das Wohl der Versicherungsnehmer an erster Stelle im Auge hängen!

BTW: Und was nützt es den Leuten später, wenn ihr Fall erst nach 20 Jahren entschieden wird.

In der Rechtssprechung bei Kapitalmarktvergehen  sind die ersten Ansprichssteller schon verstorben und mussten ihren Erben die Weiterverfolgung ihrer Ansprüche überlassen.

Wirtschaftliche und politische Gestaltungfragen?  Keine  Rechtsberatung!

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