Archiv für die Kategorie ‘Versicherungs-Watch’

Generali verlagert Arbeitsplätze nach Leipzig

Sonntag, 24. Januar 2016

Quelle Xing: Generali: Mehr als 500 Arbeitsplätze weg

Unruhe gibt es bei weit über 500 Vollzeit-Beschäftigten und Teilzeitkräften der Generali, vor allem in Hamburg, München, Köln und Saarbrücken, die mit der sogenannten „einfachen Schriftgut-Verarbeitung“ zu tun haben. Weil Deutschland-Chef Giovanni Liverani (50) die Personalkosten……..

Anmerkung: Die Nachricht der Quelle ist so nicht richtig! Es werden Arbeitsplätze an einigen Standorten abgebaut und in Leipzig angebaut.

Natürlich müssen sich die Arbeitnehmer, die aus den Standorten nach Leipzig kommen damit beschäftigen, wie man die schöne und lustige Mundart der Sachsen möglichst schnell verstehen und besser noch erlernen kann. Leipzig hat viel Kultur und Nachtleben zu bieten.

Das Bundesland Sachsen hat im Bundesvergleich die besten Schulergebnisse knapp vor Bayern und schon lange vor Hamburg und Saarbrücken vorzuweisen.

In Leipzig gibt es für die Fußballfreunde ein Bundesliga-reifes Stadion und ein Fußballverein, der irgendwann mal in die Bundesliga kommt. Die Mieten liegen im Vergleich zu Hamburg und München im erträglichen Bereich aber mit steigender Tendenz. Für die Freunde des Schisports liegt die sächsische Schweiz in unmittelbarer Nähe.

Allerdings sollte man sich nicht darauf verlassen, dass die Gehaltskosten erheblich sinken werden, weil auch das sogenannte “einfache Schriftgutverarbeitungsgeschäft” trotz Digitalisierung immer zeitaufwendiger wird. Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt! Dennoch! Wo es Gewinner gibt, gibt es auch Verlierer! Und das werden mit Sicherheit nicht die Bundesländer Bayerns, Saarlands und Hamburgs sein! Eine umfassende Abwägung und ein fairer Interessenausgleich ist wichtiger denn je!

In Kürze 73: Die Lebensversicherungskunden müssen sich auf schwere Einbußen einstellen

Dienstag, 11. August 2015

Lebensversicherer, die ihre Kapitalgarantien mit Kapital unterlegen, dürfen im gleichem Atemzug nicht zusätzlich an ihre Konzernemuetter Gewinne ausschütten. Jetzt wurde ein Weg aufgezeichnet, der dieses Gewinnausschuettungsverbot angeblich legal ermöglicht. Die Konzernemuetter leihen

Ihren Lebensversicherern hohe Beträge und bekommen dafür auch hohe Zinsen. Ergebnis: Der Kunde wird filetiert und wird mit 1,75%, wenn überhaupt ,abgespeist. Was sich der Gesetzgeber dabei gedacht hat, ist noch nicht bekannt. Aber eines ist klar, wenn nicht bald nachgebessert oder reiner Tisch gemacht wird, sind die Kunden die Dummen. Warum die anderen Versicherer, die sich daran nicht beteiligen nichts dagegen machen, ist auch nicht klar. Geht das Vertrauen einmal verloren, dann werden sie durch den Strudel mitgerissen.

In Kürze 60: Einigen international tätigen Versicherern und Gross-Versicherungsmaklern ist nichts mehr heilig!

Freitag, 19. Juni 2015

In Fromme’s Versicherungsmonitor wurde vorgestern darüber berichtet, dass einige international tätige Versicherungsmakler gegen Gebühr es ermöglichen, dass interessierte Versicherer in ihre Bestände Einsicht nehmen dürfen. Quelle: Ecclesia Versicherungsmakler GmbH.

Anmerkung: Damit ist der internationalen Wirtschaftsspionage Tür und Tor geöffnet worden und die betroffenen und dort versicherten Unternehmen sind gut beraten, sich von diesen Praktiken zu trennen. Dagegen sind die Cyberangriffe richtig als harmlos zu bewerten. Wenn solche Praktiken bewiesen sind, dann steht den Kunden ein fristloses Kündigungsrecht zu. Fragen?

In Kürze 43: Schwere Niederlage für die Dialog-Lebensversicherung !

Montag, 20. April 2015

Wer behauptet muss auch beweisen, so lauteten Grundsatz unserer Rechtsordnung. Mit ihrer Behauptung, dass der Kunde bei seiner Antragsstellung trotz  falscher Angaben von seiner schweren Erkrankung gewusst hätte und eine behauptete Nachmeldung zur Erkrankung nicht erfolgt sei, fiel die Dialog-Versicherung vor dem OLG Düsseldorf voll auf die Nase, weil sie ihre Behauptungen nicht beweisen konnte.

Der Versicherungsnehmer hatte im Antrag tatsächlich falsche Angaben  gemacht. Seine Witwe sagte aber aus, dass er nicht von einem Leiden ausgegangen sei. Die Versicherung konnte dieses nicht entkräften und somit die behauptete arglistig Taeuschung beweisen.

Ähnlich erging es ihr mit dem Einwand, wonach die anachmeldung nicht rechtzeitig genug eingereicht worden sei. Daraufhin meinte das Gericht, dass die Nachmeldung bei ener schweren Diagnose um 2 Tage Verspätung nicht bestimmend sei, weil der Verischerungsnehmer zunächst an ganz andere Dinge denkt und daher die Nachmeldung um 2 Tage verspätet eingereicht hätte

Früher hätten die Gerichte anders geurteilt. Da die Versicherer aber häufiger durch Winkelzüge die oberen Gerichte von den Versicherern bloßgestellt wurden, ist dieser Bonus verspielt worden.

Anmerkung: Der Versicherer schneller handeln müssen! Eigenes Abwarten hat sich hier zum Nachteil des Versicherers entwickelt.

Die Welt: Ist die Lebensversicherung noch ein sicherer Hafen?

Montag, 20. April 2015

Diese Fragestellung wird durch eine Studie des IWF (Internationaler Währungsfonds) ausgelöst. Danach werden rund 25% der Lebensversicherer  ihren Zinsverpflichtungen nicht mehr nachkommen können, weil sie auf dem Finanzmarkt keine höheren Zinsen zur Deckung ihrer früher eingegangenen  Zinsversprechen erzielen werden, wenn die Zinsflaute bis 2020  anhält.

Von dieser Krise sollen die mittelständischen und kleinen LV-Versicherer betroffen werden bzw.sein, weil deren Kapitalanlagen nicht ausreichen, die Verpflichtungen zu erfüllen.

Anmerkung: Mit diesem Zustand muss die Branche jetzt schon 7 Jahre leben.  Für Geld gibt es nahezu keine Zinsen mehr, weil die Anlagevorschriften sogenannte Risikogeschäfte fast  verbieten.

Anstatt einer vorauszusehenden Pleite vorzubeugen,  wird von Seiten der Regierung nichts getan, um einer  drohenden Pleitewelle entgegenzusteuern. Im Ergebnis wird es wohl dann so laufen, dass alle, die bisher daran verdient haben, sagen: “Shit happens” und gehen dann wieder zur Tagesordnung über.

Was kann man als einzelner dagegen machen?  Es gibt drei Möglichkeiten.

1. Alles so zu belassen, wie es bisher war und darauf hoffen, dass sich alles zum Guten wendet.

2. Die Versicherung beitragsfrei stellen und zusätzlich eine Risiko-LV beim einem ausländischen Anbieter einzukaufen, der andere Anlagevorschriften hat, um das Risiko abzudecken und den Rest des Geldes/Praemie in zinsträchtigere Anlagen zu investieren

3. Die Lebensversicherung auflösen und sich den Rueckkaufswert auszahlen zu lassen, um in andere Investments zu gehen.

4. Man kann davon ausgehen, dass es jenen Gesellschaften schon jetzt nicht besonders gut geht, die versucht sein könnten, den Rückkaufswert zu “strecken”.

Natürlich kommt es immer auf den Einzelfall an, aber betroffen sind alle, die mit ihrer Lebensversicherung zur Gegenfinanzierung, wie z.B. Ablösung von Darlehen, Gestaltung der Betrieblichen Altersversorgung oder der privaten Altersvorsorge.

Es geht um viel Geld und die schnellen werden nicht mehr von der Masse gefressen werden können. Die Opfer werden die Unentschlossenen und die ängstlichen sein. Wer zu spät handelt, muss sich mit den Resten zufrieden geben. Auf die Hilfe vom Staat kann keiner mehr rechnen, weil der bis dahin genauso pleite sein könnte.

Die Lösung liegt auf der Hand, man muss sie nur ergreifen! Fragen?


Handelsblatt: Allianz (hinzugefügt: Krankenversicherung) läßt sich von korruptem Ärztefunktionär beraten

Montag, 20. April 2015

Anmerkung: Das muss man der Alli verzeehen können. Früher wurden auch diejenigen zum Sheriff gemacht, die die erfolgreichsten Banditen waren.

Allerdings kann man auch dagegenhalten, frei nach Wilhelm Busch: Ist der Ruf erst richtig ruiniert, dann lebt es sich als Funktionär völlig ungeniert!

“Wenn es aber eine Allianz für Leben gibt”, dann eben  auch mit Geschmaeckle! Sein Rat muss aber auch nicht schlecht sein. Die Frage ist nur, ob er für eine Allianz unverzichtbar ist.

Das kann schon einmal passieren! Ergo berechnet doppelt!

Donnerstag, 26. Februar 2015

Quelle: Pfefferminzia
“Ergo berechnet Phantomprovisionen
Derzeit machen Medienberichte über einen Fall der Ergo die Runde, in welchem eine Kundin beim internen Wechsel des Vertrags die bereits gezahlte Abschlussprovision in voller Höhe noch einmal berappen musste. Der Vertreter sah von dem Geld allerdings nichts.”

Anmerkung: Wie soll der normale Kunde darüber fallen?

Versicherungswatch und Vorsicht ist geboten – Die vorläufige Deckungszusage im Schadensfall

Montag, 16. Februar 2015

Einige Versicherer sind dazu übergegangen, im Schadensfall eine vorläufige Deckungszusage zu erteilen. Diese hat den Sinn Vorausleistungen im Schadensfall, unabhängig von der Rechtsfrage, wieder zurückzufordern, sofern sich Streitpotenzial aus der Schadensregulierung ergibt. Damit wird Druck auf den Kunden aufgebaut, um ihn “geschmeidig” zu machen. Zusätzlich wird der Kunde mit Nachfragen erfreut, die man hätte sofort stellen können, um den Schadensregulierungsablauf “kreativ” zu gestalten.

Anmerkung: Das muss man sich nicht gefallen lassen! Wenn ein Versicherer nicht bedingungslos eintreten will und muss sich vorher erklären. dann handelt er gegen den Rechtsgrundsatz “Treu und Glaube” und verstößt bewusst dagegen. Dasselbe gilt auch für die Fragerei! Bis auf wenige Einzelfälle kann man seine Fragen zusammenfassen und damit eine kundenfreundliche Regulierung durchführen.

Lebensversicherer nutzen Gesetzesänderung und bedienen sich!

Mittwoch, 21. Januar 2015

Wenn es um Versicherungen geht, dann ist der Gesetzgeber nicht zimperlich. Es geht um €-Mrd.-Beträge. Seit neuesten sind die LV-Versicherer berechtigt ihre angesammelten Beteiligungsreserven anders aufzuteilen.

Mit dieser Regel wollte der Gesetzgeber finanzschwachen LV-Unternehmen unter die Arme greifen, die kaum noch in der Lage waren ihre Garantieleistungen zu erbringen. Da aber ein Gesetz für alle Unternehmen gilt, haben auch die noch wohlhabenden Unternehmen davon Gebrauch gemacht und kürzen ganz gesetzestreu auch ihre Leistungen bei fällig werdenden Verträgen.

Dadurch entstehen erhebliche Abschläge für die Versicherungsnehmer, die zusehen müssen, wie sich die Unternehmen auf ihre Kosten neue Reserven aufbauen, anstatt diese mit Eigenkapital unterlegen zu muessen.

Den Schwarzen Peter haben die Bundesregierung unter Fuehrung der ach so begnadeten Bundeskanzlerin mit ihrem so gewichtigen Wirtschaftschaftsmiinister Gabriel und die Regierungsparteien.

Die Dummen sind die Versicherungnehmer, die auf Treu und Glauben eingezahlt haben.

Anmerkung: Wer jetzt noch eine Kapitallebensversicherung abschließt oder weiter bezahlt, wird aus Erfahrung nicht klug.

Allianz Frankreich muss € 50 Mio. Strafe bezahlen

Dienstag, 13. Januar 2015

Die französische Finanzaufsicht hat die Allianz zu einer Strafe von € 50 Mio. verurteilt, weil sie sich angeblich nicht
ausreichend bemüht hatte, Erben von verstorbenen Versicherten ausfindig zu machen. Das wurde als grobe und anhaltende
Pflichtverletzung angesehen. Die Allianz prüft allerdings noch, ob sie sich gegen dieses Strafe zur Wehr setzen soll.

Anmerkung: Es muss um eine sehr hohe Summe gehen, die den Erben vorenthalten wurde.
Hoffentlich hatte die Allianz Frankreich dafür eine ausreichende Organhaftungsversicherung mit Geldstrafen und -Bußendeckung (D&O).