Archiv für die Kategorie ‘Versicherungs-Watch’

Was tun, wenn ein Versicherungsunternehmen seine Lebensversicherungsparte verkauft und man selber dort eine Lebensversicherung hat?

Dienstag, 10. Oktober 2017

Aufgrund der Niedrigzinspolitik der Bundesregierung sind viele Lebensversicherungsunternehmen in Bedrängnis geraten und können auf Dauer nicht mehr ihre Zinsgarantien gegenueber ihren Kunden einhalten.

Für einige Unternehmen bot sich die Lösung des  Verkaufs ihrer  LV-Sparte an, genannt auch Run-Off!

Als Käufer treten jetzt Finandienstleister auf, die diese Versicherungsbestände aufkaufen.

Diese sind sehr kapitalkraeftig  und verfügen über Mrd.-Beträge, um die Ankäufe problemlos zu stemmen!

Aber für jeden Käufer heisst das auch, dass der Ankauf für ihn ein Geschäft  sein muss.

Was das im Einzelfall im Klartext bedeutet, ist noch nicht im einzelnen bekannt!

Sowill sich z.B.der Ergo-Konzern angeblich von seinen schlecht verlaufenden Beständen trennen? Darüber wird in Kürze das BaFin (Bundesamts für Finanzdienstleistungen) entscheiden.

Das es sich die Entscheidung nicht leicht gemacht hat, kann man am Fall einer Versicherung erkennen. Es brauchte zur Prüfung bisher 1 1/2 Jahre.

Dürfen  die Unternehmen überhaupt ihre Bestände verkaufen? Es kommt auf den Einzelfall an! Aber im allgemeinen eher nicht! Und das hat besondere Gründe.

Der erste Grund liegt vielleicht auch schon darin, dass das BaFin nicht das Wissen hat, wie man die Kunden schützt, denn bis heute ist nichts darüber bekannt, welche Massstaebe das BaFin gesetzt hat, damit die Kunden zu 200% geschützt sind.

Wer für den Fall gewappnet sein möchte  und nicht hinterher eine lange Nase machen will, der sollte sich, jetzt schon wirklich darum kümmern.

Während bei Privatpersonen der mögliche Schaden auf uebersehbare, wenn auch schmerzhafte, Vermögensnachteile bezieht sind Betriebe ernsthaft in ihrer Existenz moeglicherweise gefährdet, wenn sie z.B.  die Rueckdeckungsversicherung über eine Lebensversicherung für ihre Mitarbeiter abgeschlossen haben.

Aber eines kann man schon jetzt sagen: Merkel und Schäuble haben mit ihrer Niedrigzinspolitik den privaten und betrieblichen Kunden einen Bärendienst erwiesen!

Und anstatt die Versicherungsnehmer gewinnmäßig an diesen Transaktionen zu beteiligen, muss man damit rechnen, dass die neuen Inhaber nicht das Wohl der Versicherungsnehmer an erster Stelle im Auge hängen!

BTW: Und was nützt es den Leuten später, wenn ihr Fall erst nach 20 Jahren entschieden wird.

In der Rechtssprechung bei Kapitalmarktvergehen  sind die ersten Ansprichssteller schon verstorben und mussten ihren Erben die Weiterverfolgung ihrer Ansprüche überlassen.

Wirtschaftliche und politische Gestaltungfragen?  Keine  Rechtsberatung!

Der Allianz-Konzern unter schwerem Beschuss!

Freitag, 11. August 2017

Eine erfolgreiche Allianz-Vertreterin hat iden Konzern verklagt, weil sie schwerwiegende Dokumente hat, die beweisen sollen, dass der Konzern bei der Altersversorgung seiner Vertreter nicht immer die entsprechende Sorgfalt hat walten lassen.

Sollten sich die Vorwürfe bewahrheiten, dann sind davon nicht nur bis zu 8.000 Allianz-Vertreter betroffen, sondern es wäre auch möglich, dass z.B. die Renten für den Innendienst als auch für die Kunden zu hoch oder zu niedrig berechnet worden sind.

Der Allianz-Vorstand O.Bäte soll seit etwa 7 Monaten über den Vorgang informiert sein, aber gegenüber der Öffentlichkeit ist von ihm bisher noch nichts verlautbar gemacht worden. Inwieweit für eine mögliche Fehlberechnung Rückstellungen gemacht wurden, ist noch ist bekannt.

Anmerkung: Mit diesem Artikel hat die Süddeutsche-Zeitung ein schönes Fass aufgemacht, dass, wenn die Feststellungen zutreffend sein sollten, die Ausmaße des Diesel-Gates erreichen koennten.

Anmerkung: Sollte der Allianz-Konzern nicht innerhalb von 10 Tagen eine umfassende Erklärung abgeben, müsste man damit rechnen, dass die Kapitalhalter selber reagieren werden! In jedem Fall wäre es auch ratsam, auf die vorgesehene Gewinnausschüttung vorerst zu verzichten. Dieser könnte dann sehr gut für die Reservebildung brauchbar sein!

Aber, wie gesagt, noch sind es alles ungeklärte Fälle und es gilt die Unschuldsvermutung!

Vorsicht ist geboten – 5.8.2017

Freitag, 04. August 2017

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Generali verlagert Arbeitsplätze nach Leipzig

Sonntag, 24. Januar 2016

Quelle Xing: Generali: Mehr als 500 Arbeitsplätze weg

Unruhe gibt es bei weit über 500 Vollzeit-Beschäftigten und Teilzeitkräften der Generali, vor allem in Hamburg, München, Köln und Saarbrücken, die mit der sogenannten „einfachen Schriftgut-Verarbeitung“ zu tun haben. Weil Deutschland-Chef Giovanni Liverani (50) die Personalkosten……..

Anmerkung: Die Nachricht der Quelle ist so nicht richtig! Es werden Arbeitsplätze an einigen Standorten abgebaut und in Leipzig angebaut.

Natürlich müssen sich die Arbeitnehmer, die aus den Standorten nach Leipzig kommen damit beschäftigen, wie man die schöne und lustige Mundart der Sachsen möglichst schnell verstehen und besser noch erlernen kann. Leipzig hat viel Kultur und Nachtleben zu bieten.

Das Bundesland Sachsen hat im Bundesvergleich die besten Schulergebnisse knapp vor Bayern und schon lange vor Hamburg und Saarbrücken vorzuweisen.

In Leipzig gibt es für die Fußballfreunde ein Bundesliga-reifes Stadion und ein Fußballverein, der irgendwann mal in die Bundesliga kommt. Die Mieten liegen im Vergleich zu Hamburg und München im erträglichen Bereich aber mit steigender Tendenz. Für die Freunde des Schisports liegt die sächsische Schweiz in unmittelbarer Nähe.

Allerdings sollte man sich nicht darauf verlassen, dass die Gehaltskosten erheblich sinken werden, weil auch das sogenannte “einfache Schriftgutverarbeitungsgeschäft” trotz Digitalisierung immer zeitaufwendiger wird. Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt! Dennoch! Wo es Gewinner gibt, gibt es auch Verlierer! Und das werden mit Sicherheit nicht die Bundesländer Bayerns, Saarlands und Hamburgs sein! Eine umfassende Abwägung und ein fairer Interessenausgleich ist wichtiger denn je!

In Kürze 73: Die Lebensversicherungskunden müssen sich auf schwere Einbußen einstellen

Dienstag, 11. August 2015

Lebensversicherer, die ihre Kapitalgarantien mit Kapital unterlegen, dürfen im gleichem Atemzug nicht zusätzlich an ihre Konzernemuetter Gewinne ausschütten. Jetzt wurde ein Weg aufgezeichnet, der dieses Gewinnausschuettungsverbot angeblich legal ermöglicht. Die Konzernemuetter leihen

Ihren Lebensversicherern hohe Beträge und bekommen dafür auch hohe Zinsen. Ergebnis: Der Kunde wird filetiert und wird mit 1,75%, wenn überhaupt ,abgespeist. Was sich der Gesetzgeber dabei gedacht hat, ist noch nicht bekannt. Aber eines ist klar, wenn nicht bald nachgebessert oder reiner Tisch gemacht wird, sind die Kunden die Dummen. Warum die anderen Versicherer, die sich daran nicht beteiligen nichts dagegen machen, ist auch nicht klar. Geht das Vertrauen einmal verloren, dann werden sie durch den Strudel mitgerissen.

In Kürze 60: Einigen international tätigen Versicherern und Gross-Versicherungsmaklern ist nichts mehr heilig!

Freitag, 19. Juni 2015

In Fromme’s Versicherungsmonitor wurde vorgestern darüber berichtet, dass einige international tätige Versicherungsmakler gegen Gebühr es ermöglichen, dass interessierte Versicherer in ihre Bestände Einsicht nehmen dürfen. Quelle: Ecclesia Versicherungsmakler GmbH.

Anmerkung: Damit ist der internationalen Wirtschaftsspionage Tür und Tor geöffnet worden und die betroffenen und dort versicherten Unternehmen sind gut beraten, sich von diesen Praktiken zu trennen. Dagegen sind die Cyberangriffe richtig als harmlos zu bewerten. Wenn solche Praktiken bewiesen sind, dann steht den Kunden ein fristloses Kündigungsrecht zu. Fragen?

In Kürze 43: Schwere Niederlage für die Dialog-Lebensversicherung !

Montag, 20. April 2015

Wer behauptet muss auch beweisen, so lauteten Grundsatz unserer Rechtsordnung. Mit ihrer Behauptung, dass der Kunde bei seiner Antragsstellung trotz  falscher Angaben von seiner schweren Erkrankung gewusst hätte und eine behauptete Nachmeldung zur Erkrankung nicht erfolgt sei, fiel die Dialog-Versicherung vor dem OLG Düsseldorf voll auf die Nase, weil sie ihre Behauptungen nicht beweisen konnte.

Der Versicherungsnehmer hatte im Antrag tatsächlich falsche Angaben  gemacht. Seine Witwe sagte aber aus, dass er nicht von einem Leiden ausgegangen sei. Die Versicherung konnte dieses nicht entkräften und somit die behauptete arglistig Taeuschung beweisen.

Ähnlich erging es ihr mit dem Einwand, wonach die anachmeldung nicht rechtzeitig genug eingereicht worden sei. Daraufhin meinte das Gericht, dass die Nachmeldung bei ener schweren Diagnose um 2 Tage Verspätung nicht bestimmend sei, weil der Verischerungsnehmer zunächst an ganz andere Dinge denkt und daher die Nachmeldung um 2 Tage verspätet eingereicht hätte

Früher hätten die Gerichte anders geurteilt. Da die Versicherer aber häufiger durch Winkelzüge die oberen Gerichte von den Versicherern bloßgestellt wurden, ist dieser Bonus verspielt worden.

Anmerkung: Der Versicherer schneller handeln müssen! Eigenes Abwarten hat sich hier zum Nachteil des Versicherers entwickelt.

Die Welt: Ist die Lebensversicherung noch ein sicherer Hafen?

Montag, 20. April 2015

Diese Fragestellung wird durch eine Studie des IWF (Internationaler Währungsfonds) ausgelöst. Danach werden rund 25% der Lebensversicherer  ihren Zinsverpflichtungen nicht mehr nachkommen können, weil sie auf dem Finanzmarkt keine höheren Zinsen zur Deckung ihrer früher eingegangenen  Zinsversprechen erzielen werden, wenn die Zinsflaute bis 2020  anhält.

Von dieser Krise sollen die mittelständischen und kleinen LV-Versicherer betroffen werden bzw.sein, weil deren Kapitalanlagen nicht ausreichen, die Verpflichtungen zu erfüllen.

Anmerkung: Mit diesem Zustand muss die Branche jetzt schon 7 Jahre leben.  Für Geld gibt es nahezu keine Zinsen mehr, weil die Anlagevorschriften sogenannte Risikogeschäfte fast  verbieten.

Anstatt einer vorauszusehenden Pleite vorzubeugen,  wird von Seiten der Regierung nichts getan, um einer  drohenden Pleitewelle entgegenzusteuern. Im Ergebnis wird es wohl dann so laufen, dass alle, die bisher daran verdient haben, sagen: “Shit happens” und gehen dann wieder zur Tagesordnung über.

Was kann man als einzelner dagegen machen?  Es gibt drei Möglichkeiten.

1. Alles so zu belassen, wie es bisher war und darauf hoffen, dass sich alles zum Guten wendet.

2. Die Versicherung beitragsfrei stellen und zusätzlich eine Risiko-LV beim einem ausländischen Anbieter einzukaufen, der andere Anlagevorschriften hat, um das Risiko abzudecken und den Rest des Geldes/Praemie in zinsträchtigere Anlagen zu investieren

3. Die Lebensversicherung auflösen und sich den Rueckkaufswert auszahlen zu lassen, um in andere Investments zu gehen.

4. Man kann davon ausgehen, dass es jenen Gesellschaften schon jetzt nicht besonders gut geht, die versucht sein könnten, den Rückkaufswert zu “strecken”.

Natürlich kommt es immer auf den Einzelfall an, aber betroffen sind alle, die mit ihrer Lebensversicherung zur Gegenfinanzierung, wie z.B. Ablösung von Darlehen, Gestaltung der Betrieblichen Altersversorgung oder der privaten Altersvorsorge.

Es geht um viel Geld und die schnellen werden nicht mehr von der Masse gefressen werden können. Die Opfer werden die Unentschlossenen und die ängstlichen sein. Wer zu spät handelt, muss sich mit den Resten zufrieden geben. Auf die Hilfe vom Staat kann keiner mehr rechnen, weil der bis dahin genauso pleite sein könnte.

Die Lösung liegt auf der Hand, man muss sie nur ergreifen! Fragen?


Handelsblatt: Allianz (hinzugefügt: Krankenversicherung) läßt sich von korruptem Ärztefunktionär beraten

Montag, 20. April 2015

Anmerkung: Das muss man der Alli verzeehen können. Früher wurden auch diejenigen zum Sheriff gemacht, die die erfolgreichsten Banditen waren.

Allerdings kann man auch dagegenhalten, frei nach Wilhelm Busch: Ist der Ruf erst richtig ruiniert, dann lebt es sich als Funktionär völlig ungeniert!

“Wenn es aber eine Allianz für Leben gibt”, dann eben  auch mit Geschmaeckle! Sein Rat muss aber auch nicht schlecht sein. Die Frage ist nur, ob er für eine Allianz unverzichtbar ist.

Das kann schon einmal passieren! Ergo berechnet doppelt!

Donnerstag, 26. Februar 2015

Quelle: Pfefferminzia
“Ergo berechnet Phantomprovisionen
Derzeit machen Medienberichte über einen Fall der Ergo die Runde, in welchem eine Kundin beim internen Wechsel des Vertrags die bereits gezahlte Abschlussprovision in voller Höhe noch einmal berappen musste. Der Vertreter sah von dem Geld allerdings nichts.”

Anmerkung: Wie soll der normale Kunde darüber fallen?